“Popstars Girls forever”: Das Ganze noch mal in rot

Huch, ist “Deutschland sucht den Superstar” schon wieder gestartet? Da ging die Zeit aber schnell rum dieses Mal. War doch gerade erst Finale. Hab ich heute Abend gedacht – und dann das Pro-Sieben-Logo oben in der Ecke meines Fernsehers entdeckt. “Popstars” also. Ist jetzt ja auch schon die neunte Staffel im deutschen Fernsehen. Aber entweder habe ich vorher zuviel “DSDS” gesehen. Oder die Leute von Tresor TV.

"Popstars" vs. "DSDS"
Screenshots: Pro Sieben, RTL

Es kann natürlich sein, dass die Verwechselung mit der RTL-Castingvariante daher kommt, dass “Popstars” sich ausgerechnet Thomas Stein als neuen Juror geholt hat, der in den ersten beiden “DSDS”-Staffeln dabei war.

Oder daher, dass die Castings inzwischen genauso wie bei “DSDS” aufgebaut sind, weil sich der Fokus noch viel stärker auf einzelne Kandidatinnen richtet und diese nachhause begleitet werden. Manchmal war das Kamerateam schon vor dem eigentlichen Auftritt da, damit sich die Leute vorblamieren können.

Gut möglich auch, dass es am fürchterlichen Schnitt lag, der sämtliche Ereignisse in kurze Einzelteile zerlegt, um sie dann wieder übereinander zu schichten. Dönerfernsehen sozusagen.

Es kann auch sein, dass Charlotte Engelhardt schuld ist, die jetzt als weiblicher Marco Schreyl die Kandidatinnen nach ihrem Auftritt vor der Jury mit Wie-war’s-Fragen nervt…

…zum Beispiel die 21-jährige Yasemin, die deshalb so auffällt, weil sie ihren paarundfünfzigjährigen Freund mitbrachte, mit dem sie auch schon auffiel als er zum letzten “DSDS”-Casting mitkam. Diesmal hat es immerhin noch für einen weiteren Auftritt in “Red!” gereicht.

Möglich, dass es am Vorspann lag, in dem neuerdings Konzertbesucher einem Bühnenstar zujubeln, nur nicht in blau wie bei “DSDS”, sondern mit rotem Hintergrund. Oder daran dass die “Popstars”-Jury jetzt von Anfang an hinter einem Pult sitzt und nicht mehr auf Barhockern. Vielleicht auich weil im Hintergrund “Whataya want from me” lief, das Daniel Schumacher so gerne covert.

Am Ende war die Sache dann aber doch relativ eindeutig. Nämlich als Detlef D! Soost noch unsympathisch-arroganter in die Kamera redete als Dieter Bohlen es jemals könnte. Wegen der Auftritte der talentfreien Kandidaten fragte Soost: “Warum hat niemand sie davon abgehalten, dass sie sich vor uns blamieren?”

Weil du sonst kein Geld damit verdienen könntest, Detlef. Deswegen.

bisher 4 Kommentare 19. August 2010

Das ging wirklich schnell

Neulich stand an dieser Stelle ja bereits etwas zur Nachhaltigkeit des Erfolgs des Gewinners der letztjährigen “DSDS”-Staffel. Aber wahrscheinlich ist alles noch viel schlimmer.

singleschum01

bisher 7 Kommentare 24. Januar 2010

“Explosiv” und die “reflexhafte Boulevardschelte”

Vor anderthalb Wochen habe ich im Fernsehblog drüben bei FAZ.NET einen kleinen Leitfaden geschrieben, wie man sich (am konkreten Beispiel) einen “Explosiv”-Beitrag zusammenbaut. In den Kommentaren darunter hat sich eine interessante Diskussion darüber entwickelt, was Boulevardjournalismus alles darf. Daran beteiligte sich erfreulicherweise auch ein Kollege, der für “Explosiv” arbeitet.

Einerseits finde ich das große Klasse, wenn sich jemand so einmischt und der Diskussion stellt – andererseits bin ich noch immer erschrocken darüber, wie wenig der Kollege damit anzufangen wusste, dass viele Kommentatoren (inklusive mir) es für richtig halten, wenn es auch im Boulevard eine gewisse Moral beim Umgang mit fernsehunerfahrenen Protagonisten gibt. Sein Argument ist, sofern ich das richtig verstanden habe: Wenn jemand eine Einverständniserklärung unterschreibt, dass er gefilmt werden darf, dann entbindet das die Redakteure von jeglicher Verantwortung, darauf zu achten, dass dieser jemand sich nicht vielleicht gandenlos selbst blamiert. Es ist ein bisschen das “DSDS”-Phänomen: Wer zum Casting kommt, ist selber schuld, er muss doch damit rechnen, verarscht zu werden.

Dass manche Leute damit gar nicht rechnen, aus Gutgläubigkeit oder Naivität, zählt in dieser Argumentation nicht.

Nun ist es eine schwierige Sache: Muss man Leute, die ins Fernsehen wollen oder sich vom Fernsehen dazu überreden zu lassen, vor sich selbst schützen? Ist das nicht auch irgendwie anmaßend? Ich weiß es nicht so genau. Aber eben deswegen wünschte ich mir Redakteure, die selbst entscheiden, wo die Grenzen sind, ab wann man sich über jemanden nicht mehr nur lustig macht, sondern ihm massiv schadet. Das Ärgerlichste daran finde ich, wenn dieses Sich-Lustigmachen in einem Tonfall passiert, der vollständige Überlegenheit ausstrahlt, wie es “Explosiv” so perfekt beherrscht. Na klar, der Redakteur im Schnitt sitzt am längeren Hebel, wenn sich vor seiner Kamera jemand blamiert hat. Aber machen wir das nicht zu kompliziert.

Eigentlich wollte ich bloß empfehlen, noch einmal einen Blick auf die (langen) Kommentare unter dem Eintrag zu werfen, vor allem die des “Explosiv”-Kollegen, in dessen (bisher) letztem Kommentar einige ganz erstaunliche Sätze stehen:

“Nur verwechseln Sie, ihre persönlichen Moralvorstellungen mit allgemeingültigen. Es ist in unserer Gesellschaft aber so, dass wir uns auf einen bestimmten Wertekanon geeinigt haben, der Eingang in unsere Gesetze und Regeln des Zusammenlebens gefunden hat. Darüber hinaus gibt es andere, die eben gerade nicht Allgemeingültigkeit erlangen sollen. Es steht jedem frei trotzdem danach zu leben, aber diese persönlichen Vorstellungen anderen vorzuschreiben, geht nicht. Das hat etwas Autoritäres.
(…)
Hier wird der eigene Geschmack zum allgemeingültigen Gesetz erklärt – und nur dagegen wende ich mich. Ich verstehe sogar ganz gut, dass einige hier Abneigungen gegen das Millieu haben, aus dem wir berichten, dass einigen vielleicht auch die Verhältnisse zuwider sind, die wir zeigen. Diese politisch nicht ganz korrekte Abneigung arbeiten Sie um in eine reflexhafte Boulevardschelte. Als sei der Überbringer der Nachrichten das eigentliche Übel. Aber nochmal: diese Verhältnisse existieren unabhängig davon, wer darüber berichtet. Ich bin auch ganz froh, dass die Mehrheit in diesem Forum – zumindest soweit sie hier autoritäre Auffassungen vorträgt – nicht mitzureden hat, wenn es um die Ausgestaltung von Pressefreiheit geht. Denn die Freiheit zu berichten ist nicht dazu da, meinen Berufsstand zu schützen, sondern das Informationsbedürfnis der Zuschauer. Und das hier vorgetragene Argument, die seien alle nur zu dumm, das richtige Bedürfnis zu haben, zeigt nur, wie wichtig dieser Schutz ist. Denn wo kämen wir da hin, wenn ein paar wenige, die sich nur für schlau genug halten, allen anderen vorschreiben dürften, was ihnen gefallen darf und was nicht.”

Ich hab bisher immer gedacht: Vielleicht ist es einfach konsequentes Profitdenken, dass man sich bei RTL bisher nicht auf Diskussionen darüber einlässt, ob “Deutschland sucht den Superstar”, wenn es Bewerber in den Castings bloßstellt, nach Ansicht vieler Menschen zu weit geht; vielleicht nehmen die das in Kauf, blenden es aus, weil die Quoten gut sind und die Einnahmen stimmen.

Aber womöglich sind die Leute, die für “DSDS” oder “Explosiv” arbeiten, auch vollständig davon überzeugt, dass man andere Menschen nach Lust und Laune vor der Kamera vernichten darf, wenn sie sich nicht rechtzeitig dagegen gewehrt haben, womöglich ist es für sie eine Gewissheit, dass all die Bedenken, die sich dagegen richten, Quatsch sind, sonst hätte sie ja längst jemand ins Gesetz geschrieben.

Und ich weiß gerade nicht mehr, welche der beiden Varianten ich gruseliger finde.

bisher 30 Kommentare 14. Januar 2010

So wird bei “Bild” geschlampt!

“So wird bei DSDS geschummelt!”, empört sich heute die “Bild”-Zeitung, weil RTL zugegeben hat, die Sprüche von Dieter Bohlen im Schneideraum manchmal den Kandidaten zuzuordnen, zu denen sie am besten passen – und nicht immer denen, die sie ursprünglich ertragen mussten. Der Vater eines Bewerbers hatte sich beschwert, dass Bohlens Kommentar zum Auftritt seines Sohnes während des Castings gar nicht gefallen war. Bohlen hatte gesagt (im Video bei ca. 2’44):

“Lieber Cholera auf dem Pillermann als dein Gesang.”

Und vor lauter Empörung über die Unkorrektheit von RTL hatte “Bild” keine Zeit mehr, die eigene zu vermeiden. Dafür hätte man sich ja das Zitat aus der Sendung nochmal selbst anschauen müssen. Deshalb ist Bohlens Spruch in der “Bild” jetzt noch unlustiger als im Original, weil er sich in der Zeitungsversion nicht mal mehr (fast) reimt:

bohlenspruch01
Screenshot: Bild.de

bisher 3 Kommentare 08. Januar 2010

Geben Sie Ihre Rechte bitte an der Garderobe ab

xfactorMorgen Abend geht “Deutschland sucht den Superstar” in die siebte Runde, und wer es nach Ansicht der Castings immer noch für eine gute Idee hält, sich der Gefahr einer Bewerbung auszusetzen, für die einen womöglich noch die eigenen Enkel verspotten werden, der kann sich bei “X Factor” anmelden, das Vox und RTL im Sommer gemeinsam ausstrahlen wollen. Dem Gewinner wird eine “Karriere im Musikbusiness” versprochen. Im Gegenzug muss man der Produktionsfirma als Kandidat auch ein bisschen was versprechen. All das, was in der “Castingvereinbarung” (pdf) steht, die vor dem Vorsingen unterschrieben wird. Ich hab mal die schönsten Passagen rausgesucht:

“Ich verpflichte mich mit meiner Unterschrift verbindlich zur Teilnahme an der Produktion.”

“Sollte ich nach dem Casting zum ‘Bootcamp’ eingeladen werden, werde ich dem Produzenten schnellstmöglich auf eigene Kosten ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis sowie ein allgemeinmedizinisches Attest, ein Attest eines HNO-Facharztes (beide Atteste nach Vorgabe des Produzenten) übersenden und einen gültigen Reisepass vorlegen.”

“Ich übertrage auf den Produzenten auch alle Rechte für unbekannte Nutzungsarten.”

“Interviews sind nur nach vorheriger Absprache gestattet. Sollte sich die Presse mit mir in Verbindung setzen, verpflichte ich mich, diese an die Presseabteilung von RTL oder VOX zu verweisen.”

“Reisekosten (…) werden von dem Produzenten ausnahmslos nicht übernommen.”

“Ich erhalte für meine Teilnahme an der Produktion und Rechteübertragungen keine Vergütung.”

Zusammengefasst gibt man für die Teilnahme an “X Factor” also das Recht auf selbstbestimmtes Handeln, das Recht auf freie Meinungsäußerung gegenüber Journalisten und das Recht am eigenen Bild für alle nur erdenklichen Verwertungswege (inklusiver derer, die noch erfunden werden) an der Garderobe ab und erhält dafür: gar nichts. “Das ist moderne Sklaverei, so ein Vertrag ist doch gar nicht zulässig”, sagen Sie jetzt vielleicht. Aber da kennen Sie die Branche schlecht. Im letzten Satz der “Castingvereinbarung” steht vorbeugend: “Die etwaige Nichtigkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht.”

Wie so eine “Karriere im Musikbusiness” aussieht, erlebt übrigens gerade der “DSDS”-Vorjahresgewinner Daniel Schumacher, der auf seiner Website alle Gelegenheiten auflistet, zu denen ihm seine Fans zujubeln können. Die Terminübersicht fürs erste halbe Jahr sieht derzeit so aus:

Januar: 16.1. TV-Sendung “Tabaluga TV”, 7.15 Uhr
Februar: 13.2. Veranstaltung “Der Närrische Song”, Konstanz
                  20.2. Konzert E-Werk, Köln, 20 Uhr
März: noch keine Termine
April: 19.4. Daniels Geburtstag
Mai: noch keine Termine
Juni: noch keine Termine

bisher 42 Kommentare 05. Januar 2010

Jeder Anruf zählt (auf dem Konto von RTL)

Nein, über die Forderung des Vaters von Ex-”DSDS”-Kandidatin Annemarie Eilfeld, das Halbfinale von “Deutschland sucht den Superstar” mit seiner Tochter zu wiederholen, gibt es eigentlich kein einziges Wort zu verlieren. Dass ich’s trotzdem mache, hat mit dem Grund für diese Forderung zu tun: In der Entscheidungsshow am vergangenen Samstag, an deren Ende Eilfeld gehen musste, weil sie die wenigsten Zuschaueranrufe bekommen hatte, ist RTL nämlich ein dummer Fehler passiert. Der Sprecher des Voting-Trailers hat die Endziffern von Eilfeld und ihrem Kontrahenten Daniel Schumacher verwechselt (die Einblendungen auf dem Bildschirm waren allerdings korrekt).

“Bild” macht natürlich ‘ne große Nummer aus der “unglaublichen Wahl-Panne” und fragt:

“Ist Annemarie wegen der falschen Nummern rausgeflogen?”

Merken Sie sich das doch bitte mal kurz. Denn eigentlich soll’s an dieser Stelle um Marco Schreyl gehen bzw. das, was er in der Entscheidungsshow am Samstag gesagt hat, bevor die Telefonleitungen für Anrufer geschlossen wurden:

“Die letzten Minuten laufen, die letzten Minuten für Ihre Chance, noch mal alles umzukrempeln, alles neu zu entscheiden: Wer soll am nächsten Samstag dabei sein?”
“Jetzt sollten Sie nochmal anrufen, auch wenn Sie vielleicht schon mal angerufen haben. Die letzten Minuten sind bekanntermaßen die heißesten. Und wir haben’s hier schon erlebt: Sehr häufig hat sich alles nochmal geändert. Ran ans Telefon!”

Ja, die letzten Minuten bei “DSDS”, in der Samstag für Samstag aus einer Castingshow eine Call-In-Show wird, sind einfach – heiß.

Gegenüber DWDL erklärte eine RTL-Sprecherin heute dann, warum es trotz des Zahlendrehers in der Entscheidungsshow keine neue Chance für Eilfeld geben wird:

“Die Platzierung der Kandidaten hat sich nach dem Ende der Mottoshow nicht geändert.”

bisher 5 Kommentare 04. Mai 2009

Bühnen-Bilder aus dem “DSDS”-Studio

Am Samstag war ich zum ersten Mal im Studio von “Deutschland sucht den Superstar” und hätte, während sich der Rest des Publikums nach der Show auf die Kandidaten stürzte, am liebsten heimlich die Bühne abgebaut und mitgenommen.

Hab’s dann aber doch sein gelassen, meine Wohnung ist etwas zu klein, musste ich beim Durchrechnen feststellen. Dafür steht dann bald mehr darüber im F.A.Z.-Fernsehblog. (Über die Bühne, nicht über meine Wohnung.)

Nachtrag: Hier steht’s jetzt: “DSDS” auf der Bühne: Bloß nicht alle Lichter gleichzeitig anmachen!

bisher 4 Kommentare 13. April 2009

J.D. undercover bei D.S.D.S.

Als Jürgen Drews am vergangenen Samstag als Gastzuschauer bei “Deutschland sucht den Superstar” vorbei schaute (um Kandidatin Vanessa Neigert zu lobpreisen, der das eher peinlich zu sein schien), haben die Leute von der Produktionsfirma seinen Platz im Publikum so clever markiert, dass vorher niemand ahnen konnte, wen er da als Sitznachbar bekommen würde.


Screenshot: RTL

Vermutlich lohnt es sich, als Studiogast bei “DSDS” künftig darauf zu achten, ob neben einem auf dem Sitz Zettel mit Initialen wie “G.K.”, “K.L.” oder “J.M.” liegen.

Und sich in diesem Fall dann doch lieber einen schönen Abend in Köln-Ossendorf außerhalb des Coloneums zu machen. (Es gibt da glaube ich ‘ne ganz nette Imbissbude und eine Tankstelle.)

bisher 8 Kommentare 24. März 2009

RTL hat seinen “Superstar” (seit zwei Monaten)

Am Wochenende fand RTL mit Thomas Godoj seinen nächsten “Superstar”, und bei Moderator Marco Schreyl hat vorher wieder jemand die Repeat-Taste gedrückt:

“Heute Nacht noch kann Thomas Superstar sein, aber eben nur mit Ihrer Unterstützung. Es liegt bei Ihnen, voten Sie, jetzt wenn Sie mögen, für Thomas Godoj. So, ich hab’s grad schon mal gesagt, auch wenn die Jury hier festgelegt hat, wer der neue Superstar ist, und der Name Thomas Godoj hier etwas lauter fällt als der Name Fady Maalouf — das hat alles überhaupt nichts zu sagen, die Entscheidung liegt bei Ihnen zuhause, Sie entscheiden also heute Nacht, wer der nächste Superstar wird, mit Ihrem Anruf unter dieser Nummer: (…).”

Heute hat RTL — wie üblich — die Votingergebnisse der Entscheidungsshows veröffentlicht. Die jeweiligen Sieger der Mottoshows nach Zuschauervotings In Prozent) waren demnach:

Jetzt oder Nie am 8. März
Thomas Godoj 47,50 Prozent
(Zweitplatzierter Fady Maalouf 8,55 Prozent)

1. Mottoshow am 15. März
Thomas Godoj 52,75 Prozent
(Zweitplatzierte Monika Ivkic 9,02 Prozent)

2. Mottoshow am 22. März
Thomas Godoj 39,88 Prozent
(Zweitplatzierter Fady Maalouf 21,09 Prozent)

3. Mottoshow am 5. April
Thomas Godoj 52,10 Prozent
(Zweitplatzierte Linda Teodosiu 9,21 Prozent)

4. Mottoshow am 12. April
Thomas Godoj 40,81 Prozent
(Zweitplatzierte Linda Teodosiu 17,95 Prozent)

5. Mottoshow am 19. April
Thomas Godoj 50,38 Prozent
(Zweitplatzierte Linda Teodosiu 15,15 Prozent)

6. Mottoshow am 26.April
Thomas Godoj 50,04 Prozent
(Zweitplatzierter Fady Maalouf 16,69 Prozent)

7. Mottoshow am 3. Mai
Thomas Godoj 46,83 Prozent
(Zweitplatzierte Linda Teodosiu 24,90 Prozent)

Halbfinale am 10. Mai
Thomas Godoj 46,34 Prozent
(Zweitplatzierter Fady Maalouf 30,32 Prozent)

Finale am 17.Mai
Thomas Godoj 62,20 Prozent
(Fady Maalouf 37,80 Prozent)

Diese Statistiken müssen bis zur letzten Show eines der bestgehütetsten Geheimnisse dieser Erde sein, die der zuständige RTL-Redakteur vermutlich mit seinem Leben verteidigen wird.

bisher 5 Kommentare 19. Mai 2008

Castingshows – war da was?

Es ist zugegebenermaßen keine leichte Aufgabe, einen Text zu schreiben, der mit “Das Fernsehjahr 2006″ betitelt ist, wie es Dietrich Leder sich für das “Jahrbuch Fernsehen 2007″ des Adolf Grimme-Instituts hat zumuten lassen. Vor allem, wenn es darin genauso um die strategischen Entwicklungen im TV-Markt gehen soll wie um die Programm-Higlights.

Aber erstaunlich ist es schon, dass Leder es in Kapitel “IIV. Unterhaltung” schafft, zwar mehrere Absätze über die von ihm offenbar hochgeschätze Kerkeling-”Kunstfigur” Horst Schlämmer zu schreiben – aber den Pro-Sieben-Riesenerfog “Popstars” bloß in einem Nebensatz zu erwähnen, allenfalls pflichtgemäß kurz auf “Germany’s Next Topmodel” einzugehen und das RTL-Comeback von “Deutschland sucht den Superstar” gleich ganz wegzulassen.

Na gut, ist eben ein sehr subjektiver Blick, ließe sich dazu anmerken.

Aber selbst im Jahrbuch-Abschnitt mit den ausgewählten Fernsehkritiken aus dem Jahr 2006, die sich ja an der “Relevanz des Programmereignisses” und “Stilistischer Qualität des Textes” orientieren sollen, gelingt es den Herausgebern, die drei Shows konsequent zu ignorieren.

Gut, bei Grimmes fanden sie die Castingrunden, die 2006 zu den erfolgreichsten Eigenproduktionen bei RTL und Pro Sieben gehörten, offenbar nicht bedeutend genug. Oder die Fernsehkritiker, die im vergangenen Jahr anderer Meinung waren, haben bloß Mist geschrieben, den man nicht noch mal abdrucken wollte.

Relevant genug, um den Titel des “Jahrbuch Fernsehen 2007″ zu zieren, war Heidi Klum mit “Germany’s Next Topmodel” dann aber schon.

jahrbuch07.jpg
Bild: Grimme-Institut

bisher 4 Kommentare 01. Juni 2007

ältere Beiträge


Themenarchiv

Blog-Kalender

August 2014
M D M D F S S
« Jun    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Blog-Archiv