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Anfang Mai im “ZDF-Fernsehgarten”: Moderatorin Andrea Kiewel begrüßt die Chefdesignerin des Modelabels Betty Barclay bei sich in der Sendung. “Wir kennen uns ja noch vom letzten Jahr. Bei ihr ist definitiv Sommer – und darum geht’s jetzt auch in der tollen Betty-Barclay-Modenschau.”
Lange Bluse mit kräftigen Drucken sind ein tolles Sommernanfangs-Outfit. Tunika und die passende Tasche gehören dazu. Kleine Jäckchen sind die Muss-Artikel. Kiewel sagt: “Toll.” Und: “Ein ganz schönes Kleid, wirklich.” Und: “Sehr schön.” Die Designerin sagt: “Schmuck komplettiert jedes Outfit, ist also ganz wichtig – auch von Betty Barclay.” Und Kiewel: “Danke schön, Betty Barclay.” Zumal der nächste Musil-Act “so toll zur Mode von Betty Barclay” passt. Im Abspann steht für eine Sekunde: “Zu dieser Sendung wurde Produktionshilfe geleistet von: Betty Barclay.”
Es ist beim ZDF ein übliches Verfahren, Unternehmen im “Fernsehgarten” ihre Produkte präsentieren zu lassen ohne das Werbung nennen zu müssen, ermöglicht durch neue Vorgaben im 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag.

Screenshots: ZDF
Und eine ziemliche Unverschämtheit für jeden Gebührenzahler, der ein unabhängiges und werbefreies Programm erwartet. Bei den Kollegen vom “journalist” steht eine Auflistung bisheriger “Produktionshilfe”-Partner der aktuellen “Fernsehgarten”-Saison und eine Meldung zum Text, den ich für die Printausgabe geschrieben habe (derzeit nicht frei online).
Mehr zu den “Fernsehgarten”-Deals: “Vielen Dank für die Blumen” (Spiegel Online vom Mai).
Anfang Mai im "ZDF-Fernsehgarten": Moderatorin Andrea Kiewel begrüßt die Chefdesignerin des Modelabels Betty Barclay bei sich in der Sendung. "Wir kennen uns ja noch vom letzten Jahr. Bei ihr ist definitiv Sommer – und darum geht's jetzt auch in der tollen Betty-Barclay-Modenschau."
Lange Bluse mit kräftigen Drucken sind ein tolles Sommernanfangs-Outfit. Tunika und die passende Tasche gehören dazu. Kleine Jäckchen sind die Muss-Artikel. Kiewel sagt: "Toll." Und: "Ein ganz schönes Kleid, wirklich." Und: "Sehr schön." Die Designerin sagt: "Schmuck komplettiert jedes Outfit, ist also ganz wichtig – auch von Betty Barclay." Und Kiewel: "Danke schön, Betty Barclay." Zumal der nächste Musil-Act "so toll zur Mode von Betty Barclay" passt. Im Abspann steht für eine Sekunde: "Zu dieser Sendung wurde Produktionshilfe geleistet von: Betty Barclay."
Es ist beim ZDF ein übliches Verfahren, Unternehmen im "Fernsehgarten" ihre Produkte präsentieren zu lassen ohne das Werbung nennen zu müssen, ermögli
03. August 2010
Bei evangelisch.de, dem Online-Portal des Gemeinschaftswerks Evangelischer Publizistik (GEP), steht heute in der Rubrik Medien eine Geschichte, die den Verantwortlichen so gut gefallen hat, dass sie dafür extra eine Textanzeige bei turi2.de gebucht haben:

Es geht um die RTL-2-Dokusoap “Mädchen-Gang”, die zeigt, wie gewaltbereite Teenager mit ihren Straftaten angeben dürfen bevor sie sich vom Sender läutern lassen. Die Organisation Weißer Ring, die sich um die Opfer von Straftaten kümmert, findet das nicht so gut und kritisiert die Sendung mit deutlichen Worten. Autorin Miriam Bunjes hat sich mit Sprecher Veit Schiemann unterhalten, mal bei RTL 2 nachgefragt und sich bei der Kommission für Jugendmedienschutz nach einer Bewertung erkundigt.

Lustig. Genau das hab ich vor zwei Wochen nach dem Start der Sendung auch fürs Fernsehblog bei FAZ.NET gemacht: Mit Herrn Schiemann vom Weißen Ring gesprochen (dessen Zitate nun auch bei evangelisch.de stehen), bei RTL 2 angefragt (wo man der Kollegin das exakte Gegenteil von dem erzählt hat, was RTL-2-Sprecher Carlos Zamorano vor zwei Wochen erklärte) sowie mit der KJM gemailt (und eine ebenso schwammige Antwort erhalten). Der Beitrag bei FAZ.NET trägt den Titel “Prügeln im Auftrag von RTL 2? Hilfsorganisation kritisiert ‘Die Mädchen-Gang’”.

Ich freue mich ja, wenn Kollegen das gefällt, was ich schreibe, und natürlich ist es legitim, wenn sich manche dazu veranlasst sehen, die Geschichte fortzuführen und auszuschmücken.
Aber so ein kleiner Link auf den Originaltext im Fernsehblog, der wäre der Autorin (die sonst offenbar für die “Initiative Nachrichtenaufklärung” bzw. als Leiterin des Recherche-Seminars Dortmund tätig ist) womöglich zumutbar gewesen.
Bei evangelisch.de, dem Online-Portal des Gemeinschaftswerks Evangelischer Publizistik (GEP), steht heute in der Rubrik Medien eine Geschichte, die den Verantwortlichen so gut gefallen hat, dass sie dafür extra eine Textanzeige bei turi2.de gebucht haben:
Es geht um die RTL-2-Dokusoap "Mädchen-Gang", die zeigt, wie gewaltbereite Teenager mit ihren Straftaten angeben dürfen bevor sie sich vom Sender läutern lassen. Die Organisation Weißer Ring, die sich um die Opfer von Straftaten kümmert, findet das nicht so gut und kritisiert die Sendung mit deutlichen Worten. Autorin Miriam Bunjes hat sich mit Sprecher Veit Schiemann unterhalten, mal bei RTL 2 nachgefragt und sich bei der Kommission für Jugendmedienschutz nach einer Bewertung erkundigt.
Lustig. Genau das hab ich vor zwei Wochen nach dem Start der Sendung auch fürs Fernsehblog bei FAZ.NET gemacht: Mit Herrn Schiemann vom Weißen Ring gesprochen (dessen Zitate nun auch bei evangelisch.de stehen), bei RTL 2 angefragt (wo man der Kollegin
12. März 2010
Huch, ich hab ganz vergessen, darauf hinzuweisen, dass die zweite Ausgabe des noch ganz frischen Medienmagazins screen.tv erschienen ist, das seit vergangenem Sommer vom sympathischen Medienkonzern Pro Sieben Sat.1 herausgegeben wird, was ich an sich schon erstaunlich finde, weil man ja gar nicht ahnt, dass zwischen den vielen Rausschmissen, Umpositionierungen und Einsparungen überhaupt noch Zeit für sowas bleibt.
Jedenfalls habe ich in der aktuellen Ausgabe (wieder) ein paar Zeilen über spannende Fernsehformate aus dem Ausland geschrieben. Diesmal geht es um die niederländische Show “Dating in the dark”, die “Dr. House”-Alternative “Sister Jackie” “Nurse Jackie”, den Sci-Fi-Flop “Defying Gravity”, das britische Experiment “The Naked Office” und die sehr sehenswerte Gameshow “The Cube”, die – wie zu hören ist – auch gerade auf dem deutschen Markt angeboten wird.
Falls das jemanden interessiert: Hier geht’s lang.
Huch, ich hab ganz vergessen, darauf hinzuweisen, dass die zweite Ausgabe des noch ganz frischen Medienmagazins screen.tv erschienen ist, das seit vergangenem Sommer vom sympathischen Medienkonzern Pro Sieben Sat.1 herausgegeben wird, was ich an sich schon erstaunlich finde, weil man ja gar nicht ahnt, dass zwischen den vielen Rausschmissen, Umpositionierungen und Einsparungen überhaupt noch Zeit für sowas bleibt.
Jedenfalls habe ich in der aktuellen Ausgabe (wieder) ein paar Zeilen über spannende Fernsehformate aus dem Ausland geschrieben. Diesmal geht es um die niederländische Show "Dating in the dark", die "Dr. House"-Alternative "Sister Jackie" "Nurse Jackie", den Sci-Fi-Flop "Defying Gravity", das britische Experiment "The Naked Office" und die sehr sehenswerte Gameshow "The Cube", die – wie zu hören ist – auch gerade auf dem deutschen Markt angeboten wird.
Falls das jemanden interessiert: Hier geht's lang.
14. Januar 2010
Vor anderthalb Wochen habe ich im Fernsehblog drüben bei FAZ.NET einen kleinen Leitfaden geschrieben, wie man sich (am konkreten Beispiel) einen “Explosiv”-Beitrag zusammenbaut. In den Kommentaren darunter hat sich eine interessante Diskussion darüber entwickelt, was Boulevardjournalismus alles darf. Daran beteiligte sich erfreulicherweise auch ein Kollege, der für “Explosiv” arbeitet.
Einerseits finde ich das große Klasse, wenn sich jemand so einmischt und der Diskussion stellt – andererseits bin ich noch immer erschrocken darüber, wie wenig der Kollege damit anzufangen wusste, dass viele Kommentatoren (inklusive mir) es für richtig halten, wenn es auch im Boulevard eine gewisse Moral beim Umgang mit fernsehunerfahrenen Protagonisten gibt. Sein Argument ist, sofern ich das richtig verstanden habe: Wenn jemand eine Einverständniserklärung unterschreibt, dass er gefilmt werden darf, dann entbindet das die Redakteure von jeglicher Verantwortung, darauf zu achten, dass dieser jemand sich nicht vielleicht gandenlos selbst blamiert. Es ist ein bisschen das “DSDS”-Phänomen: Wer zum Casting kommt, ist selber schuld, er muss doch damit rechnen, verarscht zu werden.
Dass manche Leute damit gar nicht rechnen, aus Gutgläubigkeit oder Naivität, zählt in dieser Argumentation nicht.
Nun ist es eine schwierige Sache: Muss man Leute, die ins Fernsehen wollen oder sich vom Fernsehen dazu überreden zu lassen, vor sich selbst schützen? Ist das nicht auch irgendwie anmaßend? Ich weiß es nicht so genau. Aber eben deswegen wünschte ich mir Redakteure, die selbst entscheiden, wo die Grenzen sind, ab wann man sich über jemanden nicht mehr nur lustig macht, sondern ihm massiv schadet. Das Ärgerlichste daran finde ich, wenn dieses Sich-Lustigmachen in einem Tonfall passiert, der vollständige Überlegenheit ausstrahlt, wie es “Explosiv” so perfekt beherrscht. Na klar, der Redakteur im Schnitt sitzt am längeren Hebel, wenn sich vor seiner Kamera jemand blamiert hat. Aber machen wir das nicht zu kompliziert.
Eigentlich wollte ich bloß empfehlen, noch einmal einen Blick auf die (langen) Kommentare unter dem Eintrag zu werfen, vor allem die des “Explosiv”-Kollegen, in dessen (bisher) letztem Kommentar einige ganz erstaunliche Sätze stehen:
“Nur verwechseln Sie, ihre persönlichen Moralvorstellungen mit allgemeingültigen. Es ist in unserer Gesellschaft aber so, dass wir uns auf einen bestimmten Wertekanon geeinigt haben, der Eingang in unsere Gesetze und Regeln des Zusammenlebens gefunden hat. Darüber hinaus gibt es andere, die eben gerade nicht Allgemeingültigkeit erlangen sollen. Es steht jedem frei trotzdem danach zu leben, aber diese persönlichen Vorstellungen anderen vorzuschreiben, geht nicht. Das hat etwas Autoritäres.
(…)
Hier wird der eigene Geschmack zum allgemeingültigen Gesetz erklärt – und nur dagegen wende ich mich. Ich verstehe sogar ganz gut, dass einige hier Abneigungen gegen das Millieu haben, aus dem wir berichten, dass einigen vielleicht auch die Verhältnisse zuwider sind, die wir zeigen. Diese politisch nicht ganz korrekte Abneigung arbeiten Sie um in eine reflexhafte Boulevardschelte. Als sei der Überbringer der Nachrichten das eigentliche Übel. Aber nochmal: diese Verhältnisse existieren unabhängig davon, wer darüber berichtet. Ich bin auch ganz froh, dass die Mehrheit in diesem Forum – zumindest soweit sie hier autoritäre Auffassungen vorträgt – nicht mitzureden hat, wenn es um die Ausgestaltung von Pressefreiheit geht. Denn die Freiheit zu berichten ist nicht dazu da, meinen Berufsstand zu schützen, sondern das Informationsbedürfnis der Zuschauer. Und das hier vorgetragene Argument, die seien alle nur zu dumm, das richtige Bedürfnis zu haben, zeigt nur, wie wichtig dieser Schutz ist. Denn wo kämen wir da hin, wenn ein paar wenige, die sich nur für schlau genug halten, allen anderen vorschreiben dürften, was ihnen gefallen darf und was nicht.”
Ich hab bisher immer gedacht: Vielleicht ist es einfach konsequentes Profitdenken, dass man sich bei RTL bisher nicht auf Diskussionen darüber einlässt, ob “Deutschland sucht den Superstar”, wenn es Bewerber in den Castings bloßstellt, nach Ansicht vieler Menschen zu weit geht; vielleicht nehmen die das in Kauf, blenden es aus, weil die Quoten gut sind und die Einnahmen stimmen.
Aber womöglich sind die Leute, die für “DSDS” oder “Explosiv” arbeiten, auch vollständig davon überzeugt, dass man andere Menschen nach Lust und Laune vor der Kamera vernichten darf, wenn sie sich nicht rechtzeitig dagegen gewehrt haben, womöglich ist es für sie eine Gewissheit, dass all die Bedenken, die sich dagegen richten, Quatsch sind, sonst hätte sie ja längst jemand ins Gesetz geschrieben.
Und ich weiß gerade nicht mehr, welche der beiden Varianten ich gruseliger finde.
Vor anderthalb Wochen habe ich im Fernsehblog drüben bei FAZ.NET einen kleinen Leitfaden geschrieben, wie man sich (am konkreten Beispiel) einen "Explosiv"-Beitrag zusammenbaut. In den Kommentaren darunter hat sich eine interessante Diskussion darüber entwickelt, was Boulevardjournalismus alles darf. Daran beteiligte sich erfreulicherweise auch ein Kollege, der für "Explosiv" arbeitet.
Einerseits finde ich das große Klasse, wenn sich jemand so einmischt und der Diskussion stellt – andererseits bin ich noch immer erschrocken darüber, wie wenig der Kollege damit anzufangen wusste, dass viele Kommentatoren (inklusive mir) es für richtig halten, wenn es auch im Boulevard eine gewisse Moral beim Umgang mit fernsehunerfahrenen Protagonisten gibt. Sein Argument ist, sofern ich das richtig verstanden habe: Wenn jemand eine Einverständniserklärung unterschreibt, dass er gefilmt werden darf, dann entbindet das die Redakteure von jeglicher Verantwortung, darauf zu achten, dass dieser jemand sich nicht v
14. Januar 2010
Morgen Abend geht “Deutschland sucht den Superstar” in die siebte Runde, und wer es nach Ansicht der Castings immer noch für eine gute Idee hält, sich der Gefahr einer Bewerbung auszusetzen, für die einen womöglich noch die eigenen Enkel verspotten werden, der kann sich bei “X Factor” anmelden, das Vox und RTL im Sommer gemeinsam ausstrahlen wollen. Dem Gewinner wird eine “Karriere im Musikbusiness” versprochen. Im Gegenzug muss man der Produktionsfirma als Kandidat auch ein bisschen was versprechen. All das, was in der “Castingvereinbarung” (pdf) steht, die vor dem Vorsingen unterschrieben wird. Ich hab mal die schönsten Passagen rausgesucht:
“Ich verpflichte mich mit meiner Unterschrift verbindlich zur Teilnahme an der Produktion.”
“Sollte ich nach dem Casting zum ‘Bootcamp’ eingeladen werden, werde ich dem Produzenten schnellstmöglich auf eigene Kosten ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis sowie ein allgemeinmedizinisches Attest, ein Attest eines HNO-Facharztes (beide Atteste nach Vorgabe des Produzenten) übersenden und einen gültigen Reisepass vorlegen.”
“Ich übertrage auf den Produzenten auch alle Rechte für unbekannte Nutzungsarten.”
“Interviews sind nur nach vorheriger Absprache gestattet. Sollte sich die Presse mit mir in Verbindung setzen, verpflichte ich mich, diese an die Presseabteilung von RTL oder VOX zu verweisen.”
“Reisekosten (…) werden von dem Produzenten ausnahmslos nicht übernommen.”
“Ich erhalte für meine Teilnahme an der Produktion und Rechteübertragungen keine Vergütung.”
Zusammengefasst gibt man für die Teilnahme an “X Factor” also das Recht auf selbstbestimmtes Handeln, das Recht auf freie Meinungsäußerung gegenüber Journalisten und das Recht am eigenen Bild für alle nur erdenklichen Verwertungswege (inklusiver derer, die noch erfunden werden) an der Garderobe ab und erhält dafür: gar nichts. “Das ist moderne Sklaverei, so ein Vertrag ist doch gar nicht zulässig”, sagen Sie jetzt vielleicht. Aber da kennen Sie die Branche schlecht. Im letzten Satz der “Castingvereinbarung” steht vorbeugend: “Die etwaige Nichtigkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrages berührt die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen nicht.”
Wie so eine “Karriere im Musikbusiness” aussieht, erlebt übrigens gerade der “DSDS”-Vorjahresgewinner Daniel Schumacher, der auf seiner Website alle Gelegenheiten auflistet, zu denen ihm seine Fans zujubeln können. Die Terminübersicht fürs erste halbe Jahr sieht derzeit so aus:
Januar: 16.1. TV-Sendung “Tabaluga TV”, 7.15 Uhr
Februar: 13.2. Veranstaltung “Der Närrische Song”, Konstanz
20.2. Konzert E-Werk, Köln, 20 Uhr
März: noch keine Termine
April: 19.4. Daniels Geburtstag
Mai: noch keine Termine
Juni: noch keine Termine
Morgen Abend geht "Deutschland sucht den Superstar" in die siebte Runde, und wer es nach Ansicht der Castings immer noch für eine gute Idee hält, sich der Gefahr einer Bewerbung auszusetzen, für die einen womöglich noch die eigenen Enkel verspotten werden, der kann sich bei "X Factor" anmelden, das Vox und RTL im Sommer gemeinsam ausstrahlen wollen. Dem Gewinner wird eine "Karriere im Musikbusiness" versprochen. Im Gegenzug muss man der Produktionsfirma als Kandidat auch ein bisschen was versprechen. All das, was in der "Castingvereinbarung" (pdf) steht, die vor dem Vorsingen unterschrieben wird. Ich hab mal die schönsten Passagen rausgesucht:
"Ich verpflichte mich mit meiner Unterschrift verbindlich zur Teilnahme an der Produktion."
"Sollte ich nach dem Casting zum 'Bootcamp' eingeladen werden, werde ich dem Produzenten schnellstmöglich auf eigene Kosten ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis sowie ein allgemeinmedizinisches Attest, ein Attest eines HNO-Facharztes (beide Atteste nach Vorgab
05. Januar 2010
“Ich wünsche allen Lesern und Kommentatoren ein schönes neues Jahr!
Und Peter Turi wünsche ich, dass er 2009 nicht mehr soviel Zeit darauf verwendet, mit klugen Sprüchen Journalismus im Internet zu definieren, sondern seinen Mitarbeitern bei turi2 endlich mal beibringt, dass es durchaus von Vorteil wäre, die Artikel zu lesen, deren Kernthese man nachher neben einem Bild des Autors zusammenfassen will”,
stand vor ziemlich genau einem Jahr in diesem Blog, weil das Zitatezurechtbiegen der turi2-Kollegen mal wieder ziemlich schief gegangen ist. Und nun?
Nun wünsche ich allen Lesern und Kommentatoren erneut ein schönes neues Jahr! Und Peter Turi, dass er seinen Mitarbeitern nicht nur beibringt, die Artikel zu lesen, deren Kernthese sie zusammenfassen wollen, sondern am besten auch die Autorenzeile, damit das hier nicht mehr vorkommt:

“Peer Schader wettert gegen den “anachronistischen Rückzug des Fernsehens auf berechenbares Terrain” und fordert eine Internationalisierung der Unterhaltungsprogramme. Europa müsse schließlich “nicht Hochkultur bedeuten, im Gegenteil”. Daher fragt sich Schader, warum “Heidi oder Dieter ihre neuen Kollegen” nicht mal auf Sizilien oder in Irland suchen.
faz.net”
Der Text, aus dem turi2 zitiert, stammt nicht von mir, sondern vom Kollegen Nils Minkmar.
Nachtrag 12.41 Uhr: turi2 hat den Irrtum kommentarlos korrigiert.
"Ich wünsche allen Lesern und Kommentatoren ein schönes neues Jahr!
Und Peter Turi wünsche ich, dass er 2009 nicht mehr soviel Zeit darauf verwendet, mit klugen Sprüchen Journalismus im Internet zu definieren, sondern seinen Mitarbeitern bei turi2 endlich mal beibringt, dass es durchaus von Vorteil wäre, die Artikel zu lesen, deren Kernthese man nachher neben einem Bild des Autors zusammenfassen will",
stand vor ziemlich genau einem Jahr in diesem Blog, weil das Zitatezurechtbiegen der turi2-Kollegen mal wieder ziemlich schief gegangen ist. Und nun?
Nun wünsche ich allen Lesern und Kommentatoren erneut ein schönes neues Jahr! Und Peter Turi, dass er seinen Mitarbeitern nicht nur beibringt, die Artikel zu lesen, deren Kernthese sie zusammenfassen wollen, sondern am besten auch die Autorenzeile, damit das hier nicht mehr vorkommt:
"Peer Schader wettert gegen den "anachronistischen Rückzug des Fernsehens auf berechenbares Terrain" und fordert eine Internationalisierung der Unterhaltungspr
05. Januar 2010

Screenshots: RTL.de
Screenshots: RTL.de
29. Dezember 2009
In Kürze startet spredder.de, eine Online-Plattform, auf der (ausgewählte) freie Journalisten ihre Texte Zeitungen zur Zweitverwertung anbieten können. Und wahrscheinlich ist es unfair, schon jetzt, bevor es richtig losgegangen ist, darüber zu meckern, dass das vorher feststehende Honorar sich allein auf die Länge der Texte (und nicht etwa Rechercheaufwand oder Exklusivität) bezieht.
Schauen wir uns lieber die “Qualitäts-Prinzipien” an, die spredder.de für sich reklamiert. Als erstes steht da (auf der Seite wegen des gepunkteten Hintergrunds etwas unleserlich):
“Sorgfalt: Unsere Texte sind frei von Orthografie- und Grammatikfehlern.”
Das ist vorbildlich. Gilt aber offensichtlich nicht für die Website, bei deren Öffnen einem zu allererst Hellmuth Karasek entgegen springt und dann gleich – ein Rechtschreibfehler:

Nachtrag: Anja weist in den Kommentaren darauf hin, dass sich das “i” bei spredder.de zwischenzeitlich vergrößert hat.
In Kürze startet spredder.de, eine Online-Plattform, auf der (ausgewählte) freie Journalisten ihre Texte Zeitungen zur Zweitverwertung anbieten können. Und wahrscheinlich ist es unfair, schon jetzt, bevor es richtig losgegangen ist, darüber zu meckern, dass das vorher feststehende Honorar sich allein auf die Länge der Texte (und nicht etwa Rechercheaufwand oder Exklusivität) bezieht.
Schauen wir uns lieber die "Qualitäts-Prinzipien" an, die spredder.de für sich reklamiert. Als erstes steht da (auf der Seite wegen des gepunkteten Hintergrunds etwas unleserlich):
"Sorgfalt: Unsere Texte sind frei von Orthografie- und Grammatikfehlern."
Das ist vorbildlich. Gilt aber offensichtlich nicht für die Website, bei deren Öffnen einem zu allererst Hellmuth Karasek entgegen springt und dann gleich – ein Rechtschreibfehler:
Nachtrag: Anja weist in den Kommentaren darauf hin, dass sich das "i" bei spredder.de zwischenzeitlich vergrößert hat.
07. Oktober 2009
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